erstellt am: 14.02.2013 | von: Wolfgang Schaaf | Aktuelle Themen, Ethik, Kammerthemen, Krankenhaus, Praxis, Weiterbildung

Wozu ein Forum?

GKammer für alle!

Fast 76000 bayrische Ärztinnen und Ärzte vertrauen Durchführung und anstehende Entscheidungen der Selbstverwaltung dem Präsidium und 175 Delegierten an.

Aber wer kennt denn schon diese delegierten Kollegen, wie kann man mit denen Kontakt aufnehmen ? Die Erfahrung zeigt: Die wenigsten wissen, wie sie Delegierte kontaktieren können. Am ehesten geht das über persönliche Kontakte oder Verbände. Dieser Weg ist oft mühsam umständlich und es dauert lange, bis Rückmeldung erfolgt, die Kontakt- Schwelle ist hoch.

Und die Delegierten von denen jeder rein rechnerisch über 400 Mitglieder betreuen sollte? Nun die bemühen sich redlich um Kontakt. Aber auch für die ist es schwierig aktuelle Meinungen von Mitgliedern einzuholen, die dann meist dem engeren Umfeld, dem eigenen Stall stammen.

Dabei sind doch wir, alle bayrischen Ärztinnen und Ärzte, die Kammer. Jeder sollte sich ohne große Mühe äußern und die Entscheidungsträger in seinem Sinne informieren können, unabhängig davon, ob er Angestellter, Niedergelassener Facharzt oder Allgemeinarzt, PJ Student, Assistent, Oberarzt oder Chefarzt ist. In dieser Richtung ist schon viel passiert und an einigen dieser Einrichtungen war ich maßgeblich beteiligt.

Aber ich will noch viel mehr Beteiligung möglich machen! Jede Meinung ist wichtig! Deshalb habe ich diese Plattform eingerichtet. Hier können Sie jederzeit , wenn`s grade anfällt mit geringstem Zeitaufwand, ein Statement abgeben, sich an Diskussionen beteiligen, eigene Vorschläge einbringen, nachlesen. Sie müssen dafür keinem Verband, keiner Fachgesellschaft, keinem Expertengremium angehören. Bringen Sie sich ein! Das macht Berufspolitik lebendig, spannend und effektiv. So stelle ich mir Selbstverwaltung vor.

Ja, ich habe heute auch gelesen, dass das Ärzteblatt online über moderne Endgeräte lesbar werden soll. Es handelt sich also um eine E Paper Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes, dessen Lektüre ich wirklich empfehlen kann.

Der Unterschied zum Forum ?

Das Bayerische Ärzteblatt ist ein offizielles Organ,mit offiziellen Informationen von authorisierter Seite. Das Forum ist offen und interaktiv. Jeder kann was reinschreiben, jeder kann sich äußern, unterschiedliche Standpunkte werden dargestellt. Forum und Ärzteblatt sind komplementär nicht kompetitiv.Wann die Idee aufkam weiss ich nicht, aber die Begründung ist ähnlich: Information zwischen Mitgliedern und Kammer stärken, die junge Generation ansprechen.

Heute habe ich von einem Kollegen erfahren, dass auch das Ärzteblatt online geht. Stimmt das ? Wo ist der Unterschied? Gleiche Idee zur selben Zeit ?

Glückwunsch ! Sie sind der/die erste Kommentator/in. Sie wollen ananym kommentieren. Das ist erlaubt. Es hat aber Vorteile sich erkennen zu geben (siehe oben „Kommentator/in“).

Zur Sache: Ja es stimmt, dass nur bei vier Positionen Gegenkanddaten zur Wahl standen. Das kommt so zustande, dass die einzelnen Verbände zunächst vereinbaren, wen sie ins Rennen schicken und später untereinander einen Konsens suchen. Das ist legitim und war schon immer so.

Allerdings habe ich (das ist meine vierte konstituierende Sitzung) noch nie erlebt, dass es dann am Wahltag selbst keine Überraschungen bei Kandidaten und Ergebnissen gab. Diesmal war es anders.

Stmmt es, dass bei 9 zu wählenden Positionen für Präsidium und Kammervorstand bei fünf Positionen überhaupt kein Gegenkandidat existierte ? Ich denke es waren Wahlen ?

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